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Selbstmitgefühl („self-compassion“)

„Gib nach und sei vollkommen.“

Wir alle haben die Fähigkeit zu Mitgefühl und Trost, wenn wir andere Lebewesen leiden sehen. Dies geschieht in der Regel ganz automatisch und natürlich. Sehen wir ein Baby vor Schmerz weinen, ist bei uns sofort das sogenannte Fürsorgesystem aktiviert und wir wollen helfen und trösten. Sind wir selbst die Leidtragenden, sieht es oft anders aus und wir reagieren mit Kritik und Ungeduld auf unsere vermeintlichen Fehler.

In der Praxis des Selbstmitgefühls geht es darum, einen liebevolleren, geduldigeren und verständnisvollen Umgang mit sich selbst zu finden, vor allem in Momenten, in denen es uns nicht gut geht. Mit der gleichen Freundlichkeit und Fürsorglichkeit lernen wir in schwierigen Momenten für uns selbst zu sorgen, wie wir es für einen geliebten Menschen tun würden. Auf tieferer Ebene bedeutet Selbstmitgefühl auch, zu akzeptieren, dass das Leben und wir selbst nicht perfekt sind (und dies auch nicht sein müssen).

Selbstmitgefühl hilft dabei, schmerzliche Erfahrungen als Teil des eigenen menschlichen Daseins zu betrachten. Es ist die Grundlage für ein Gefühl der menschlichen Zusammengehörigkeit, denn Selbstmitgefühl erinnert uns daran, dass alle Menschen an irgendeinem Punkt ihres Lebens schwierige Zeiten durchleben und mit schmerzhaften Emotionen konfrontiert sind. Diese Erkenntnis kann helfen, die innere Isolation zu beenden und sich wieder verbunden zu fühlen.

MBSR- Mindfulness based stress reduction

Dieses achtwöchige Kursprogramm basiert auf dem von Dr. Jon Kabat-Zinn entwickelten Mindfulness-Based Stress Reduction Program (MBSR), das an der University of Massachusetts Medical School entwickelt wurde. In der Prävention eingesetzt, trägt es zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit bei. Es hilft mit Stress anders und besser umzugehen. MBSR zählt laut Deutschem Ärzteblatt zu den derzeit wichtigsten therapeutischen Neukonzeptionen und findet in über 500 Gesundheitszentren und Kliniken mittlerweile erfolgreich Anwendung.

Der Kurs eignet sich für Menschen, die
• einen neuen Umgang mit beruflichem oder privatem Stress erlernen möchten
• selbstverantwortlich an der Wiedergewinnung ihrer Gesundheit arbeiten möchten
• durch akute oder chronische körperliche Erkrankungen belastet sind
• an Ängsten, Schlaflosigkeit, Nervosität, Konzentrationsmangel und Erschöpfung leiden
• Techniken der Meditation außerhalb eines spirituellen Rahmens und innerhalb einer unterstützenden Gruppe erlernen möchten.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/wie-meditation-beim-stressabbau-hilft-a-1048863.html

Approbation

Approbationsordnungen (von lat. approbatio = Billigung, Genehmigung) regeln in Deutschland die Zulassung zu den akademischen Heilberufen Arzt, Zahnarzt, Tierarzt, Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und Apotheker („Bestallung“). Die Approbationsordnungen werden bundeseinheitlich festgelegt. Sie beschreiben die Ausbildung für den jeweiligen Beruf, d.h. Mindestdauer, Ablauf und Pflichtinhalte des Studiums und weiterer notwendiger Ausbildungsabschnitte. Außerdem legen sie die Bedingungen für die staatlichen Prüfungen und andere Voraussetzungen für die Erteilung der Approbation fest.

Arbeitsstörung

Arbeitsstörungen sind weit verbreitet. Das Problem liegt nicht in fehlenden effektiven Arbeitstechniken, sondern darin, dass die Betroffenen aus emotionalen Gründen heraus, diese nicht adäquat einsetzen. Typischerweise wird über Denkblockaden, Unruhe, innere Leere geklagt. Die Betroffenen lenken sich dann oft ab, verschieben wichtige Aufgaben auf „morgen“, verschaffen sich keinen Überblick über die Aufgabe und planen nur unzureichend. Kurz gesagt: Sie vermeiden alles, was sie mit der Aufgabe konfrontiert. Das hartnäckige Aufschieben (Prokrastination) wird dann als Willensschwäche erlebt und man erwartet von sich mehr Selbstdisziplin.

Depressive Episode, Depression

Typische, über eine Dauer von mind. 2 Wochen anhaltende, Symptome sind u.a. der Verlust an Interesse oder Freude an Aktivitäten, die früher angenehm waren, eine erhöhte Ermüdbarkeit, Antriebslosigkeit, Verlust von Selbstvertrauen, Schuldgefühle, verminderte Konzentration, Grübelneigung und das Gefühl immer in gleichen Denkspiralen hängen zu bleiben. Gelegentlich treten auch Gedanken an den Tod oder Gedanken von Sinnlosigkeit auf.

kognitive Verhaltenstherapie

Im Gegensatz zur Tiefenpsychologie und Psychoanalyse konzentrieren sich die Kognitiven Therapiesitzungen nicht auf die Vergangenheit, sondern auf „Hier und Jetzt“. Unsere Einstellungen und Verhaltensmuster sind zwar in der Vergangenheit durch bestimmte Lebenserfahrungen etabliert worden, jedoch geht es in der Therapie darum, genau die gegenwärtigen (ungünstigen) Denkgewohnheiten zu analysieren, die zu emotionalen Belastungen im Alltag und damit zur Beeinträchtigung der Gesamtslebensqualität führen. Neue Sichtweisen, veränderte Verhaltensgewohnheiten und eine daraus resultierende verbesserte emotionale Befindlichkeit führen zu einer höheren Lebenszufriedenheit. Jüngste Psychotherapiestudien platzieren die Kognitive Verhaltenstherapie ganz oben auf die Effektivitätsliste der anerkannten Psychotherapiemethoden.

Prüfungsängste

Bei Prüfungsängsten wird die Prüfungssituation nicht mehr realistisch gesehen, sondern Angst- und Misserfolgsphantasien nehmen sehr viel Raum ein. Das Arbeitsgedächtnis wird von diesen erlebten Bedrohungsgedanken zu einem großen Teil in Anspruch genommen, was Konzentrationsprobleme, Denkstörungen (Chaos, Gedankenblockaden) und Merkprobleme zur Folge hat. Das wiederum erhöht die Zweifel an eigenen Fähigkeiten und verstärkt die Angstphantasien und Grübeleien. Dadurch sinkt die Leistungsfähigkeit ab. In der Therapie wird mittels verschiedener Techniken versucht, den beschriebenen Teufelskreis zu durchbrechen und dem Prüfungsängstlichen wieder zu mehr Selbstvertrauen und Leistungsfähigkeit zu verhelfen. Zewsniese

Psychologie

Psychologie ist eine empirische Wissenschaft. Sie beschreibt und erklärt das Erleben und Verhalten des Menschen, seine Entwicklung im Laufe des Lebens und alle dafür maßgeblichen inneren und äußeren Ursachen.

Psychologischer Psychotherapeut

Nach Artikel 1, § 1 des sogenannten „Psychotherapeutengesetzes“ darf heilkundliche Psychotherapie nur ausgeübt werden, wenn eine Approbation zum „Psychologischen Psychotherapeuten“ oder „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten“ vorliegt. Für das Erlangen der Approbation ist eine mehrjährige Ausbildung mit abschließender staatlicher Prüfung notwendig.

Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz

Durch eine entsprechende Genehmigung beim Gesundheitsamt können Personen mit sowie ohne Psychologiestudium (beispielsweise Pädagogen, Theologen, Logopäden etc.) eine Heilerlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz (HPG) erhalten. Die Kosten für die Behandlung werden nur im Einzelfall von den Krankenkassen übernommen. Die Qualifikation der Therapeuten variiert sehr stark je nach Art und den Umfang der absolvierten psychotherapeutischen Aus- und Weiterbildungen.